Ich - Dacia - Straße - Rumänien - ANGST !!!
                   
  Bukarest hat seinen Reiz, aber im Februar ist die Bezeichnung "schöne Stadt" etwas euphemistisch.

Nachdem ich nun die wesentlichen Sehenswürdigkeiten durch hatte, und ich nicht gerade jede der unzähligen Kirchen besichtigen wollte, hielt mich in der Stadt nichts mehr.

Womit sich das Problem der Motorisierung stellt. Der Nahverkehr ist im Umland
1. zu dünn, im Winter wird 3/4 des Zugverkehrs eingestellt
2. zu überfüllt
3. nicht durchschaubar
(Fahrpläne sind bei Rumänen genetisch verankert, daher brauchen sie keine auszuhängen)
4. teilweise schlicht nicht vorhanden
 

Es musste also ein fahrbahrer Untersatz her.
Mietweise. Wie alles, was nur auf den Bedarf von Ausländern zugeschnitten ist, teuer.

100 Euro für ein Wochenende und mit einer 1,4 Liter Renault-Machine ist da der Dacia Supernova eine der wenigen Alternativen.

Gesagt, getan, Glück des Mutigen, es wurde eines der schönsten Wochenenden dieses Jahres. Strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen über Null Grad, in der Sonne fast schon frühlingshaft.

"B 37 FRC" trug mich drei Tage lang brav, ohne Murren und sparsam rund 380 km rund um Bukarest.
Dacia in Motion
 
Pferd und Tankstelle Über die Umgebung gibt es auf der nächsten Seite mehr, hier will ich mal einige Worte zum Strassenverkehr verlieren.

Steckt man erst einmal drin, wird der Eindruck eines absoluten Chaos etwas abgemildert. Grundsätzlich fahren Rumänen, wie es ihnen passt. Da z.B. kaum Strassenmarkierungen gibt, werden an der Ampel halt so viele Spuren aufgemacht, wie Autos nebeneinander passen.

Ausserhalb von Bukarest kommt auch eine erstaunlich hohe Zahl von Tieren ins Spiel. Genauer gesagt: Pferde, Hunde und Gänse.
Hat man sich erst mal an die Autos mit den Särgen und Sofas auf dem Dach gewöhnt, wird man ruhiger und kann sich mit einer Zigarette im Mundwinkel in den Verkehr stürzen.

Zugute halten muss man den Rumänen, dass sie im Verkehr mitdenken. Durch ihr Chaos auf der Strasse müssen sie das auch. Würden sie wie die Deutschen fahren (ich bin auf der Spur, also habe ich Vorfahrt...), gäbe es ein Crash nach dem anderen.

So habe ich in Bukarest in zwei Monaten erst einen (!) Unfall gesehen. Und der war ein typischer Auffahrunfall an der Kreuzung.
Sarg
 
Außerhalb Bukarest wird der Verkehr deutlich gemächerlicher (Pferdefuhrwerke und Dacia 1310 im Durchschnitt 50 km/h). Es gibt kaum eine Ortschaft mit mehr als einer Straße.

Und was ungeheuer mäßigend auf PS-Hengste wirkt: SCHLAGLÖCHER !! Bombentrichter, die für jeden Reifen mit mehr als 20 km/h absolut tödlich sind.
 
Die Umgehungstraße von Bukarest = A100 Blick von der E70,E85 (!!) auf die Kreuzung mit der A100
Das sind also noch harmlose Exemplare. Ich bin nur zu spät auf die Idee gekommen, Fotos davon zu machen. Einmal bin ich bei geschätzten 25 cm Bodenfreiheit mit dem Dacia aufgesetzt! War aber auch eine extreme Mischung aus Bodenwelle und Schlagloch.


Nächstens doch den Freelander mieten...,
Abbruch wegen Unpassierbarkeit.
Impressionen,
wo geht´s denn nun nach Cretulesti ??

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