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Hmm, was soll ich über das Nachtleben von Bukarest schreiben... Es geht, ist aber auch nicht die Wucht. Den Überblick erhält man am besten mit diversen kostenlosen A5-großen Magazinen. Bekannt und weit verbreitet ist "Sapte Seri", was so viel bedeutet wie "Sieben Abende" und damit die Aussage über den Erscheinungsrythmus enthält. Nun existieren leider keine Photos, da ich mit der Kamera von Christel nichts riskieren will.
 
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Gut versorgt ist man mit Jazz. Offensichtlich durchleben alle osteuropäischen Städte diese "Jazz-ist-in-Stadium". Womit ich auf Prag anspiele. Insider wissen, worum es geht... Ursache sind die Besserverdienenden und damit Zielgruppe Nr. 1. Offensichtlich allesamt Anhänger des Ohh-yes,-ich-geh-abends-immer-in-die-funky-groovy-Jazzkneipe-Kultes. Nichts gegen die Musik, aber bitte nicht nur. Unklar was ich meine?? Beispiel: Das Konzertprogramm vom 18. Februar 2003 siehe recht. Den Ausschnitt wählte ich auch wegen des Club A, dazu unten mehr. Jedenfalls stellt in der Woche die Jazz-Fraktion 75%-100% des Abendprogrammes. Wenn man daran Interesse hat, dann empfiehlt sich der Club "Laptaria lui Enache". Adresse: Blvd. Nicolae Balescu Nr. 2, womit das Nationaltheater gemeint ist (siehe Bild auf Startseite). Klingt einfach, findet man aber trotzdem nicht. Wenn man vor dem Theater steht, links halten. Auf dieser Gebäudeseite ist ein grosses Schild "Cafe Deko" und "Pier Import". Diesen Eingang wählen, sich nicht von dem misstrauisch dreinschauenden Wächter irritieren lassen und zielstrebig in den 5. Stock steigen. Wenn in der 3. Etage ein Absperrung sein sollte, einfach drübersteigen. An der Dachterasse vorbei (4.Stock), findet man unter dem Dach den Club. Perfekt gezapftes Guiness!! Das Pint (0,56 l) für 50.000 Lei = 1,40 . |
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Für alle Freunde der etwas härteren Klampfenmusik empfiehlt sich der Club A. Dort steigt derzeit jeden Dienstag ein Festival mit Nachwuchs-Bands und Profis. Erstere sind für deutsche Verhältnisse enorm gut und daher hörenswert. Letztere laden zum gemütlichen Headbangen oder freundlichen Herumschubsen in grosser Runde ein. In der Stadtmitte gelegen und von Metro-Station Universitatii in 3 min zu erreichen, handelt es sich um einen Studentenclub. Daher kostet ein solcher Festivalabend satte 20.000 Lei, also knapp 60 Cent. Das Bier - neuerdings habe ich das "Skol" für mich entdeckt - kostet 15.000 Lei pro halber Liter in der Flasche. Wenn das Konzert dann gegen 21:30 Uhr zu Ende ist, trinkt man gemütlich noch ein Bier und wechselt dann in den "Fire Club". Der liegt zwei Querstrassen weiter und bietet am Dienstag ska, crossover, hardcore und alternative mit DJ Hefe (Coma). Was immer das heisst, er macht gute Musik. Der Mittwochmorgen ist daher auch nicht gerade meine beste Stunde... Demnächst werde ich mal den Club "138 Downstairs" beäugen, der schlecht zu erreichen, vom Programm her aber einiges verspricht. Update: Calea Mosilor 138, Typischer Studentenclub. Klein, gemütlich, verräuchert, im Keller und mitunter wenig los. |
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So was noch ... wer mal so richtig zu House und türkischen Techno (Kategorie "Kiss" von diesem jungen Türken, Nr. 1 in Dt., na wie hiess er doch gleich ...) in einem etwas billig wirkenden Disko-Ambiente abhotten will, sei der ONX-Club empfohlen. Liegt etwas ausserhalb auf der Splaiul Independentei 290. Metro-Station Grozavesti, dann in Richtung stadtauswärts auf der rechten Seite in den Hochäusern. Die Gegend ist nachts wirklich finster, also nix für nervöse Gemüter. Die Nr. 290 steht an einer Art Markise am Eingang, nicht zu übersehen. Dort im Hinterhof. Eintritt 50.000, auch das Bier wird teurer, Tuborg 40.000. Aber dasselbe kostet ein kräftiger Gin Tonic. Allgemein haben die Rumänen die Unsitte übernommen (von Anfang an gehabt ?) , dass Partys erst gegen Mitternacht losgehen. Vor 23 Uhr irgendwo in solchen Etablissements aufzuschlagen ist pure Zeitverschwendung. Keine 10 Leute. Man kennt die Unsitte als Student, erst Vorglühen zu Hause und dann ab in die Disko. Ist erheblich billiger und man hat Spass. Ab 23 Uhr geht es dann aber auch zur Sache. Binnen Minuten wird der Laden voll. Wer es etwas "hippiger" will, kann sich mit Hemd und Schlips in den "Clubul Prometheus" begeben. Dort gibt es auch immer mal Konzerte. Mit Einlasskontrolle und Garderobe nicht unbedingt mein Fall. Und im Vergleich teuer. Ausserdem findet man den Laden schlecht, offiziell liegt er am P-ta Natiuniior Unite. Vom Pta. Unrii gehen drei Strassen Richtung Parlamentspalast. Die westliche ist die Natiuniior Unite. Unten ist der Platz. (Dort ist auch das "Double T", was gleichzeitig der Busbahnhof von Bukarest ist und aus einer Einbuchtung in der Strasse mit zwei Fahrbahnen besteht. Das aber nur am Rande.) Schaut man Richtung Palast ist links ein Hochhaus. An diesem rechts vorbei sieht man einige Lichter im Erdboden. Da ist dann der besagte Clubul... |
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Was völlig fehlt, sind Konzerte von mir bekannten Künstlern oder Gruppen. Nix, aber auch gar nichts. Wenn ich mir die Tourdaten von verschiedenen Metal-Bands anschaue, dann hätte Budapest mir mehr Freude bereitet. Der Grund für diese Flaute liegt wahrscheinlich in dem fehlenden Geld. Es können sich wahrscheinlich nur zu wenige Jugendliche aus Bukarest leisten, 10 Euro für eine Konzertkarte auszugeben. Und die gehören dann bestimmt zu der Jazz-Fraktion. Und unter dem kommt halt keiner her, der einen Namen hat.
 
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Was ich mir bisher nicht angetan habe, sind Partys mit Beschreibungen wie diese: "Hospital Party - Tonight Angelīs has the cure for your mood. Join our sexy nurses into a heavenly hospital." oder "Models Night - Bid and spend your night with a model". Faszinierender Weise sind diese Partys in englisch angekündigt, was die Zielgruppe klärt... Naja, ich muss ja auch noch nicht morgen nach Hause fahren ...
 
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