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So Freunde, es ist amtlich. Ich sitze gerade vor einem offiziellen Preisbericht. Das Leben ist in Rumänien im Ergebnis 9,2 % billiger. Na, hätte man ja kaum vermutet. Aber es sind doch teilweise krasse Abweichungen zu verzeichnen. Die Ergebnisse werden durch den Mittelwert von mind. drei, teilweise bis zu sechs Einkäufen vor Ort erzielt. Wenn ich kochen würde, wäre Rinderbraten beispielsweise ist 43,7% billiger, Brathähnchen - auch als Broiler bekannt - ist 22,0% teurer. Mache ich aber nicht, also uninteressant.
 
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Spannender sind da schon die Milchprodukte. Joghurt ist bis zu
31,5%
(Schnitt 26,1%) billiger, hingegen H-Milch bis zu
29,2 % teurer (Schnitt 19,2%),
während Kondensmilch wiederum bis zu 30,9%
(Schnitt 26,6%) preiswerter ist.
Warum die einzelnen Verarbeitungsstufen unterschiedlich teuer sind. hängt
vielleicht mit Subventionen zusammen. Wo wir bei der Milch sind, Weichkäse ist im Schnitt 46,5 % teurer, Frischkäse kostet 25,8 % mehr. Die Unterlage, also Toastbrot, ist dafür 42,9% billiger, während Roggenvollkornbrot unbeliebt und daher 67,8% teurer ist. Naja, damit kann ich leben.
 
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Das Frühstück bleibt wegen der etwa 10,2 % teureren Cornflakes etwa gleich teuer. Wer mich kennt, weiss, dass ich Unmengen Konfitüre brauche und die kostet dummerweise bis zu 77% (59,5%, im Weiteren alles in Klammern = Durchschnittswerte) mehr. Wer es braucht, kann Speisezwiebeln im Durchschnitt 61,1% und Auberginen 73,2% billiger kaufen. Tomaten frisch sind 60,5% billiger, für Tomaten in Dosen muss man aber etwa 44 % mehr hinlegen. Hier ist aber der saisonale Einschlag zu beachten. Die Erhebung stammt aus dem September, kann daher keine Geltung für den Januar beanspruchen. Rumänien ist kein Land für Leckermäulchen, Gummibärchen schlagen mit bis zu 57,4% (29,3%) mehr zu Buche, Schokalade zwischen 32,9% und 88,9% (48,9%). Gewisse Ex-Mitbewohnerinnen - hallo Esther - würden hier arm werden. Die Rumänen essen quasi alles mit Ketchup, selbst Pizza wird nochmal mit einem kräftigen Hieb gewürzt. Trotzdem zwischen 42,4% und 92,6% (68,6%) teurer.   |
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Saufen ist auch nicht grundsätzlich billiger. 1 Kasten Bier kostet 347.242,00 Lei und ist damit 2,9% teurer. Bier in Dosen kostet im Schnitt mal locker das Doppelte (107,6% !!!). Hat aber nix mit Dosenpfand zu tun, die Rumänen schmeissen alles in eine Tonne und dann wahrscheinlich irgendwo in die Landschaft. Saufen sollte man in der Gaststätte, da kostet das Bier bis zu 75,2% (64,7%) weniger. Im Studentenklub kostet das Bier tatsächlich 30 Cent, kommt also hin. Whiskey ist 14,1 % billiger, Rotwein soll etwa 130.000 Lei und damit 24,5 % mehr kosten. Was allerdings nicht nachvollziehbar ist. Ich finde gute Rotwein (Cabernet Sauvignon, Merlot 1999 Reserve) für 70.000 Lei. Richtig Asche kostet der Kater danach - Multivitaminsaft kostet rund 82,6%, stilles Wasser 74,4% mehr. Man findet aber auch billigeres Wasser. Zigaretten kosten lt. Bericht im Durchschnitt 69,9% weniger, was auch in etwa stimmt. Dafür schmecken die Dinger aber auch nach nix. Das Feurzeug kann ruhig mal vergessen, kostet 37% weniger. |
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So, wo wir bei dem Leben ausser Haus sind... Suppe und Hauptgericht in der Gaststätte kosten 35,4% weniger. Das Mineralwasser dazu zwischen 64,1% und 81,1% (73,3%) weniger. Wieder zu Hause stellen wir fest, dass 650 kWh Strom 62,9% billiger sind. Heizen sollte man mit dem 79,9% billigeren Erdgas, statt mit dem 10,9% teureren Erdöl. Wieso zahle ich eigentlich 50 Euro Nebenkosten... Keine Ahnung, warum das Auswärtige Amt in diesem Zusammenhang den 2,3% teureren Messbecher kaufte. Wahrscheinlich hatten sie ihren vergessen. Eine Glühbirne ist 22,1% billiger, die Haushalthilfe kommt für 2,30 Euro die Stunde und damit für 54 % weniger ins Haus putzen. Ich muss es aber selber machen. Mist... |
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Autofahren ist billiger, Sprit kostet etwa ein Drittel. (Super - 35,9%; Diesel - 32,9% ). Wenn man dann aber in dem Chaos namens Strassenverkehr irgendwo aneckt, kostet der Scheinwerfer für einen VW schlappe 81,7% mehr !!! Dass die Rechnung gleich hoch oder billiger wird, liegt an der 61,5% billigeren Mechanikerstundebei VW. Bei Mercedes-Benz ist die Stunde aber nur 49,8% billiger. Naja, wer hat, der hat. Ein Autoreifen kostet 34 Mio. Lei und damit 11,7% mehr, die Montage 52,0% weniger.
 
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Also doch lieber mit dem öffentlichen Nahverkehr. Ein Einzelfahrschein bis 6
km kostet locker die Hälfte (- 92,9 %).
Wenn der Nahverkehr nachts den Betrieb
eingestellt hat, kommt man auch mit dem 89,9%
billigeren Taxi nach Hause. Der Hammer ist aber eigentlich die Monatskarte für den gesamten oberirdischen Nahverkehr. Kostenpunkt 240.000 Lei = 6,90 € !! Monatskarte wohlgemerkt... |
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Billiger ist auch telefonieren, die "Fernsprechgrundgebühr" (ich liebe Amtsdeutsch) ist 79,1% billiger, das Ortsgespräch 10 min kostet 55,1% weniger. Mit dem Handy wird der selbe Spass aber 25,7% teurer als in Deutschland.
 
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Bloss keine Kinder, die eh schon teuren Baby-Windeln kosten nochmal 16,5% mehr, Zahnpasta 34,2% weniger. Ähh, wir waren bei Kinder - Lego plus 20,6% , der Hammer ist aber die 101,3% teurere Barbie-Puppe. Also doch lieber einen Jungen, der ist mit dem 33,6% teureren Gameboy zufrieden. Dank fehlender Rücknahmeverpflichtung kostet die Batterie dafür auch 73,8% weniger als in Deutschland. Hat man die Schnauze voll, kann man die Blagen von dem 49,2% billigeren Babysitter beaufsichtigen lassen. Auf zum Friseur, der kostet lt. Bericht 29,9% weniger, was aber nicht stimmt. Ich zahlte statt 10 Euro in Deutschland in einem kleinen Laden letztens 40.000 Lei und das sind 1,10 Euro. Naja, ist bei mir auch einfach zu schneiden. |
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Da ich kein Snob bin, brauche ich die 110% teurere deutsche Zeitschrift nicht, kann aber auch nicht an den 10,2% billigeren Tennisbällen partizipieren. Klavierstunden sind 50% billiger. Lesen bildet im Allgemeinen, kostet aber 43,1% mehr (Taschenbuch). Touris werden mit den 61,3% teureren Farbnegativfilmen geschröpft, Gott sei Dank habe ich 5 Stück mitgenommen. Die Entwicklung kostet 17,4% mehr. So, das wär´s zum Thema "Billiger Leben in Rumänien".
 
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