|
Die Botschaft der |
|
|||
|
Chef der ganzen Truppe ist der Botschafter. Dies ist derzeit Dr. Armin Hiller. Sonderlich viel Kontakt hat man als Referendar nicht. Im Rahmen eines Arbeitsbesuches eines Beamten aus Bonn war ich mit zu dem Mittagessen eingeladen. Dies war dann aber auch vorzüglich und wird serviert von zwei Gestalten mit weissen Handschuhen. | |||
|
Zurück ging es dann in dem Mercedes der Botschaft mit Fahrer und Standarte. Das hat schon was. Ansonsten ist mir derzeit noch nicht ganz klar, ob ich eine Karriere im Auswärtigen Amt anstreben wollte, sofern das Examen das überhaupt hergibt. Der Job ist schon hart. Aller vier Jahre werden die Leute versetzt. Also von Bukarest nach Kasachstan oder Amsterdam oder Ghana oder sonstwo. Solange man Single ist, mag das alles noch gehen, aber mit Kind und Frau sieht die Sache schon anders aus. Das erklärt zum einen die Scheidungsrate. Abgesehen davon müssen die Kinder sich alle vier Jahre an eine neue Schule, neue Freunde und eine neue Sprache gewöhnen. Klar, die Kinder werden multikulturell erzogen, aber ... Eine deutsche Botschaftsschule gibt es nur in den seltensten Fällen. Auf die 30 Deutsche kommen halt nur wenige Kinder und dafür lohnt sich der Aufwand naturgemäß nicht. |
||||
|
Die Arbeit ist interessant und nicht allzu stressig. Ausserdem gab es bisher immer irgendwelche Abwechslungen. Konsulartreffen mit den Franzosen, Arbeitsessen mit den Kollegen aus den Generalkonsulaten in Sibiu (=Hermannstadt) und Temesvâr, und einen Empfang aus Anlass des 40jährigen Bestehens des Elysee-Vertrages. Ansonsten diverser Arbeitsanfall aus dem rechtskonsularischen Bereich. Deutsche zeugen hin und wieder mit (zumeist wesentlich jüngeren) Rumäninnen ein Kind und beantragen deutsche Kinderausweise, was dann eine Vaterschaftsanerkennung nach sich zieht. Kollisionsrecht auf dem Gebiet des Familienrechts. Naja, man lernt ja nie aus... |
||||
|   |
Zurück zur Übersicht |
|||